Der Riese Hun
Der Hühnerberg selbst gehörte überhaupt zu den unheimlichsten Stellen der Stadt. Den Namen hat er von dem Riesen Hun, dem sagenumwobenen Gründer Badens. Der Überlieferung nach ruht er in den Tiefen des Berges und bannt dort einen unterirdischen See. Eines Tages aber, so die Sage, werde der See hervorbrechen und die Stadt darin versinken. Denn die Legende sagt: Durch warmes Wasser ist Baden entstanden, durch kaltes wird es untergehen!
Mit sechs Schimmeln zum Galgen
Auf dem Gipfel des Berges stand einst ein seltsames Wahrzeichen Badens: Der höchste Galgen des Landes! Als hier im Jahr 1466 der Räuberhauptmann Franz von Haag gehenkt werden sollte, äußerte er einen ganz ausgefallenen letzten Wunsch: Er wollte in einem Wagen mit sechs Schimmeln zur Richtstätte geführt werden. Und der Wunsch wurde ihm erfüllt. Genützt hat es ihm nicht viel... Der Galgen wurde wegen seiner unbequemen Lage nur sehr selten für Hinrichtungen verwendet. Sehr wohl verscharrte man aber unter diesem Schandmal Selbstmörder, die nicht auf dem christlichen Friedhof bestattet werden durften.
Theresia Göschl und die Aussichtswarte
1788 wurde dieses schauerliche Wahrzeichen abgebrochen. 1884 entstand an dessen Stelle eine malerische Aussichtswarte, die in den Jahren 1912 und 1980 erneuert wurde. Den Namen Theresienwarte erhielt sie zu Ehren der Frau Theresia Göschl, die die Finanzierung des Baus übernommen hatte. Die Suche nach privaten Sponsoren ist eben nicht erst heute ein aktuelles Thema.
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