Illustre Gäste: Henriette starb 1829 in jungen Jahren. Das Schloß blieb jedoch im Familienbesitz. Erzherzöge, Bischöfe und Kaiser gingen ein und aus. Beethoven war oft bei seinem Schüler Erzherzog Rudolf, Kardinal von Olmütz, zu Gast. Auch wenn ihm der Palast offenbar gar nicht zusagte.
„O wäre mein Arm vermögend genug": Mit bissiger Ironie bemerkte er einmal: „Sehen Sie hier unsern großen Geschmack in der Wahl des Orts, wo man moderne Schlösser hinbauen soll! Nicht wahr, da wo man die Rudera (=Ruinen) der Schlösser der Vorwelt erblickt, da gehören sie hin! O wäre mein Arm vermögend genug, solches Gebäude, wohin es gehört, zu verschieben!"
Aber es kamen noch mehr neue Gebäude hinzu. 1885 erbaute Erzherzog Wilhelm, der jüngste Sohn Carls und Henriettes, ganz in der Nähe das in altdeutschem Stil gehaltene Jagdschloß. Heute ist das Gebäude als Eugenvilla bekannt.
Das Ende der Weilburg: Nach dem Ende der Monarchie wurde es still in der Weilburg. Nachdem sie im 2. Weltkrieg als Kaserne gedient hatte, geriet sie in den letzten Kriegstagen in Brand. Im Jahr 1964 wurden auch die kläglichen Überreste gesprengt.
Als Denkmal blieb an Ort und Stelle nur das monumentale Wappen, ein Werk Joseph Kliebers, erhalten: Adler und Löwe, die Wappentiere des Hauses HabsburgLothringen, halten einen Wappenschild mit dem Naussauer Löwen.
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