Die Menschen dieser Zeit kannten schon die Kupferbearbeitung. Sie konnten das Metall allerdings nur schmelzen und nicht legieren, sodaß es nur zur Herstellung von Schmuckstücken brauchbar war. Für Werkzeuge ist unlegiertes Kupfer nicht hart genug.
Die Burg Rauheneck
Spätestens im 12. Jahrhundert errichtete hier das Rittergeschlecht der Tursen - der Name bedeutet wörtlich „Riesen" - die Burg Rauheneck. Die Burg war auf drei Seiten durch den Steilhang geschützt. An der vierten Seite schnitt man den Zugang durch einen Halsgraben ab und deckte sie durch eine erhöhte Schildmauer. Viel später erst wurde es „modern", einen möglichst hohen Turm zu haben. So ließen auch die Rauhenecker Burgherren einen Bergfried errichten.
Um auf dem engen Felsplateau Platz zu sparen, wurde der Turm dreieckig konzipiert, eine der drei Seiten wurde auf die alte Schildmauer aufgesetzt. Das ist die einfache - und historisch stichhaltige - Erklärung für die seltene Dreiecksform des Turms. Daneben gab es zahlreiche mystische Deutungen dazu.
Der Geist Turso
1477 wurde Rauheneck von Söldnern des Ungarnkönigs Matthias Corvinus zerstört und blieb seitdem Ruine. Aber heute noch soll der Erbauer des Turms, der alte Turso, als Geist umgehen. Niemand weiß, warum. Erst wenn auf dem Turm eine Föhre gewachsen ist, groß genug, um daraus eine Wiege zu zimmern; erst wenn in dieser Wiege ein Sonntagskind geschaukelt wird; erst wenn dieses Kind später Priester wird und dieser Priester seine erste Messe gelesen hat - dann erst kommt der alte Turso zur Ruhe und gibt seine Schätze preis. Ganz schön anspruchsvoll...
Die Föhre ist weg
Die Legende sagt, daß Turso jedes Jahr in der Silvester-Nacht als blaues Flämmchen erscheint, um nach der Föhre auf dem Turm zu sehen. Der Baum wurde aber schon vor hundert Jahren durch einen Sturm heruntergebrochen. So muß der alte Geist weiter kla-gend herumirren.
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