Ein beliebter Treffpunkt war die nahegelegene Hauswiese, wo in der Hochsaison häufig Kurkonzerte stattfanden.
In den 1830er und 1840er Jahren schwangen hier auch die Herren Lanner und Strauß den Taktstock. Etwas profaner wurden die Vergnügungen in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. An schönen Tagen kamen die damaligen „Touristen" hier zu Hunde- oder sogar Pferderennen zusammen.
Das „alte Haus" und die Hauswiese
Die nahegelegene Burg Scharfeneck - das „alte Haus" - war sehr klein. Wenn hier ein Fest stattfand, mußten die Gäste auf der Hauswiese zelten. Schon war der Name der Hauswiese entstanden. Eine Sage erzählt, warum die Kapelle der Burg Scharfeneck außerhalb der Burgmauern steht. Ein armer Ritter habe nämlich dem Teufel seine Seele im Tausch für eine komplette Burg versprochen. Eine Kapelle aber konnte sich der Böse freilich nicht abringen. Die Burg blieb unvollständig, der Ritter behielt außerdem auch noch seine Seele. Als Dankbarkeit baute er die Kapelle nachträglich an.
„Otto's Casino" und „Bräuhaus Rauhenstein"
Die Herren der Burg Rauhenstein errichteten am gegenüberliegenden Flußufer die Helenenkapelle. Im 18. Jahrhundert erhielt die Kirche „St. Helena" dann ihre heutige Gestalt. Selbstverständlich war neben der Kirche bald ein Gasthaus angesiedelt. Und als dieses angesichts ständig zunehmender Touristenströme zu klein wurde, errichtete Philipp Otto im Jahre 1801 ein Kaffeehaus: „Otto's Casino". 1827 wurde daraus das „Bräuhaus Rauhenstein" - mit Biergarten natürlich.
Der Geburtsort der Sachertorte!
1884 wurde dieses Bräuhaus zu „Sacher's Etablissement Helenenthal" ausgebaut. Jetzt fanden die Gäste hier schon eine vollständige Kuranstalt, die Kaltwasserkuren, Massagen, Behandlungen mit Elektrizität, Heilmassage und Heilgymnastik anbot.
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