Beethovens Lieblingsplätzchen
Beethoven schätzte diesen Abschnitt des Helenentals wegen seiner Unberührtheit ganz besonders. Der nahegelegene Beethovenstein erinnert an sein Lieblingsplätzchen an einem malerischen Felsen. Erzherzog Anton ließ hier ein Netz von Promenadenwegen anlegen. Die romantische Antonsgrotte (errichtet 1829) war die Krönung dieses Erschließungswerks.
Von der Cholera verschont
In den Jahren 1830 und 1831 forderte die Cholera in Wien tausende Opfer. Auch in Baden wütete die Seuche. Aus Dankbarkeit für ihre Verschonung stifteten die Wiener Bürger Carl und Elisabeth Boldrino in dieser gerade modern gewordenen Gegend eine Kapelle. Im Volksmund heißt sie bis heute Cholerakapelle.
Wallfahrtsort
Die kleine Kapelle wurde bald zu einem beliebten Wallfahrtsort. Bereits 1847 mußte sie vergrößert werden, um dem Ansturm standzuhalten. 1892 erhielt sie schöne Glasfenster. Und selbstverständlich darf an so einem Ort das leibliche Wohl nicht zu kurz kommen. Schon bald etablierte sich eine Gaststätte, womit im wesentlichen der heutige Stand erreicht war. Die Pfarre Baden/St. Christoph führt noch heute jährlich zum Fest Maria Himmelfahrt (15. August) eine Wallfahrt zur Kapelle durch.
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