Französische Kochkünste
1776 nahmen die „Krainermädchen" in der damaligen Milchschenke einen französischen Deserteur auf. Als Dank dafür verwöhnte er sie mit seinen Kochkünsten und versprach, die Krainerhütte zum Treffpunkt für Gourmets zu machen. Er und seine Nachfolger haben diese Versprechen nun schon über 200 Jahre gehalten! Im Jahre 1878 übernahm der Hotelier Dietmann die damals schon gut besuchte „Alte Krainerhütte". Er war ein welterfahrener Fachmann, der in seinem Beruf schon England, Frankreich und Spanien bereist hatte. In wenigen Jahren brachte er die Gastwirtschaft zu besonderer Blüte.
Die Krainerhütte wurde beliebtes Ausflugsziel der Badener und Wiener Patrizierfamilien. Um die Jahrhundertwende und in den „Goldenen zwanziger Jahren" standen hier an schönen Sonntagen bis zu 150 Fiaker. Für die Kutscher gab es im Garten ein eigenes Salettl mit besonderer Bedienung.
Berühmte Gäste
Der Hotelier - inzwischen „Kommerzialrat Dietmann" - zählte viele Berühmtheiten wie Slezak, Lehar oder Richard Tauber zu seinen Freunden und Gästen. Kronprinz Rudolf machte auf der Fahrt zum kaiserlichen Jagdschloß in Mayerling oft Station in der Krainerhütte. In den 20er Jahren des 19. Jahrhunderts hielt sich auch der große Komponist Ludwig van Beethoven im Helenental auf und war oft Gast in der Krainerhütte.
„Brillanten aus Wien"
Die Krainerhütte liegt am vielbesungenen „Wegerl im Helenental". Der Komponist und Liederschreiber Alexander Steinbrecher schuf 1940 sein Singspiel „Brillanten in Wien", das heute längst vergessen ist. Aber ein Lied aus diesem Werk sollte die Jahrzehnte überdauern und wird noch heute in aller Welt gerne gehört: „Ich kenn' ein kleines Wegerl im Helenental..."
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