20 Jahre Biomasseheizkraftwerk Baden: Modernisierte Anlage geht zum Jubiläum in Betrieb

EVN Wärme Geschäftsführer Alfred Freunschlag, Stadtrat Franz Schwabl, EVN Projektleiter Andreas Oberhammer und Gerfried Koch, Leiter der Abteilung Energie, Klima & Umwelt.

EVN Wärme Geschäftsführer Alfred Freunschlag, Stadtrat Franz Schwabl, EVN Projektleiter Andreas Oberhammer und Gerfried Koch, Leiter der Abteilung Energie, Klima & Umwelt. © EVN / Nadine Studeny

Passend zu seinem 20-jährigen Jubiläum wurde das EVN Biomasseheizkraftwerk Baden umfassend modernisiert und zukunftsfit gemacht. Neue Schlüsselkomponenten – darunter eine Wärmepumpe, eine Rauchgaskondensationsanlage und ein moderner Pufferspeicher - sorgen künftig für eine deutlich höhere Effizienz und stärken die nachhaltige Energieversorgung in der gesamten Thermenregion.  

Für die Stadtgemeinde Baden ist diese Weiterentwicklung von großer Bedeutung: „Das Biomasseheizkraftwerk ist seit 2 Jahrezehnten ein wichtiger Bestandteil unserer regionalen Energieinfrastruktur. Mit der erfolgten Modernisierung wurde sichergestellt, dass diese Anlage auch in Zukunft zuverlässig und effizient umweltfreundliche Wärme und Ökostrom liefert“, betont Stadtrat Franz Schwabl. 

Seit der Inbetriebnahme versorgt das Biomasseheizkraftwerk umgerechnet rund 10.000 Haushalte der Region mit umweltfreundlicher Energie. Die erzeugte Wärme wird in das Naturwärmenetz Thermenregion eingespeist – das größte überregionale Naturwärmenetz Österreichs. Pro Jahr werden dafür rund 200.000 Schüttraummeter Hackschnitzel eingesetzt. Durch die technischen Neuerungen kann nun zusätzliche Wärme in das Netz eingebracht werden, gleichzeitig wurde die Effizienz der Anlage um bis zu 20 Prozent gesteigert. 

Gerfried Koch, Leiter der Abteilung Energie, Klima & Umwelt; EVN Wärme Geschäftsführer Alfred Freunschlag und Stadtrat Franz Schwabl bei der Besichtigung der modernisierten Anlage.

Auch Gerfried Koch, Leiter der Abteilung Energie, Klima & Umwelt, unterstreicht die Bedeutung des Projekts: „Die Erweiterung ermöglicht zusätzliche Naturwärme für rund 2.000 Haushalte. Das Biomasseheizkraftwerk zeigt eindrucksvoll, wie nachhaltige Energieversorgung auf regionaler Ebene funktioniert. Es steht für Versorgungssicherheit, Klimaschutz und regionale Wertschöpfung in der Klimamodellregion Baden. Mit dieser Technologie behauptet Baden einmal mehr seine Vorreiterrolle in der Energiewende und schafft die Grundlage für den weiteren Ausbau des Fernwärmenetzes.“ 

Das Biomasseheizkraftwerk Baden zählt zu den saubersten und effizientesten Anlagen Österreichs. Moderne Filtersysteme reduzieren Staubemissionen auf ein Minimum – deutlich unter den gesetzlichen Grenzwerten.Die Nutzung von Biomasse ist klimafreundlicher als fossile Brennstoffe, da beim Wachstum der Bäume CO₂ gebunden wird. Gleichzeitig stärkt sie die regionale Energieversorgung und verringert die Abhängigkeit von Importen.

Die Anlage ist zugleich ein zentraler Baustein für den weiteren Ausbau des Naturwärmenetzes in der Region. Bereits in diesem Jahr startet der Bau der Verbindungsleitung zwischen Baden und Bad Vöslau. Damit  werden künftig auch die Netze von Bad Vöslau, Kottingbrunn und Leobersdorf in das überregionale System eingebunden.

Für EVN Wärme Geschäftsführer Alfred Freunschlag ist die Modernisierung daher ein wichtiger Schritt in die regionale Energiezukunft: „Das Biomasseheizkraftwerk bleibt auch in der Zukunft eine zentraler Wärmeknotenpunkt. Mit der Modernisierung ist das Biomasseheizkraftwerk Baden somit bestens für die kommenden Jahre gerüstet – und kann auch in den nächsten Jahren einen wichtigen Beitrag zu einer nachhaltigen, regionalen und sicheren Energieversorgung leisten.“

EVN Wärme

Im Vordergrund ist deutlich der Zubau und der neu installierte Pufferspeicher mit einem Fassungsvermögen von 250 m³ zu erkennen.

Die EVN setzt seit vielen Jahren konsequent auf erneuerbare Energien im Wärmebereich. Gemeinsam mit Partnern aus Landwirtschaft und Sägeindustrie betreibt das Unternehmen rund 80 Biomasseanlagen in Niederösterreich und Teilen Oberösterreichs und versorgt damit etwa 150.000 Haushalte. Bereits heute stammen rund zwei Drittel der kommunalen Fernwärme aus Biomasse. Parallel dazu arbeitet die EVN an weiteren Technologien wie Power-to-Heat, Solarthermie und Tiefengeothermie, um die Wärmeversorgung langfristig noch breiter und resilienter aufzustellen.


18.03.2026