Baden und das Böhmische Bäderdreieck rücken näher zusammen

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Baden und das Böhmische Bäderdreieck rücken näher zusammen

GR Herbert Dopplinger, Andrea Pfeffer Ferklová, Welterbemanagerin Alexandra Harrer und Jiri Sitler ©psb/zVg_herbert.dopplinger

Neue Direktverbindung soll Reisen im UNESCO-Welterbe erleichtern

Die Karlsbader Region präsentierte am 18. Juni 2026 in der Botschaft der Tschechischen Republik in Wien die neuesten touristischen Angebote des Böhmischen Bäderdreiecks. Im Mittelpunkt standen die UNESCO-Welterbestädte Karlovy Vary, Mariánské Lázně und Františkovy Lázně. Besonders erfreulich aus Badener Sicht: Ab dem Spätherbst soll eine direkte Busverbindung zwischen Wien und Karlsbad eingerichtet werden.

Neben Vertretern von CzechTourism waren auch Karlsbads Bürgermeisterin Andrea Pfeffer Ferklová, UNESCO-Beauftragte Nora Dolanská sowie Tourismusverantwortliche der Region vertreten. Gastgeber war der tschechische Botschafter Jiří Šitler, der Baden seit vielen Jahren kennt und schätzt.

Bereits in der Habsburgermonarchie bestanden enge Verbindungen zwischen Baden und den böhmischen Kurorten. „Viele berühmte Kurgäste, darunter auch Ludwig van Beethoven, reisten zwischen den Badeorten und verbanden Heilbehandlungen mit Kultur, Erholung und gesellschaftlichem Leben – eine frühe Form des Gesundheitstourismus“, erklärt Welterbemanagerin Alexandra Harrer. Heute verbindet das UNESCO-Welterbe der Great Spa Towns of Europe Baden mit Karlovy Vary, Mariánské Lázně und Františkovy Lázně und erinnert an die gemeinsame Geschichte.

Die neue Busverbindung knüpft an diese historischen Beziehungen an. Direkte öffentliche Verbindungen zwischen den Kurstädten gibt es derzeit kaum, die Reise erfordert meist mehrere Umstiege. Künftig sollen sowohl das Böhmische Bäderdreieck für Gäste aus Österreich als auch Baden für tschechische Besucher deutlich einfacher erreichbar sein.

„Tschechien hat sich nach der Pandemie zu einem unserer wichtigsten Herkunftsmärkte entwickelt“, betont Tourismusdirektor Klaus Lorenz. Tschechische Gäste zählen mittlerweile zu den bedeutendsten internationalen Besuchergruppen in Baden. Umgekehrt gehören österreichische Gäste zu den Top 10-Herkunftsmärkten der Karlsbader Region.

Auch Gemeinderat Herbert Dopplinger begrüßt diese Entwicklung: „Wir teilen eine gemeinsame Geschichte und ein gemeinsames kulturelles Erbe. Umso wichtiger ist es, dass unsere Städte auch im Alltag wieder näher zusammenrücken.“


02.07.2026