Energieverbrauch messen - Energie sparen - Baden führt Energiebuchhaltung ein

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Dr. Rudolf Maurer, Vizebürgermeisterin Dr. Helga Krismer, Dr. Gerfried Koch

Die Stadtgemeinde Baden startet in 21 Gemeindegebäuden mit der Einführung einer Energiebuchhaltung. Die Energieverbräuche werden monatlich erfasst und Maßnahmen zur Energieeinsparung können festgelegt werden.

Vor 100 Jahren wurden Weikersdorf und Baden eine Gemeinde und so wurde aus dem Rathaus das heutige Rollettmuseum. Heute ist das ehemalige Weikersdorfer Rathaus das älteste Museum Niederösterreichs. Vor 100 Jahren war Energiesparen kein Thema und auch öffentliche Bauten wurden unter völlig anderen Gesichtspunkten errichtet.

Heute stehen wir vor einer der größten Herausforderungen, wenn es um Energie-Ressourcen und Energie-Effizienz geht. Energie ist teuer und fossile Rohstoffe sind knapp geworden. Mit ein Grund, warum niederösterreichische Gemeinden durch das NÖ Energieeffizienzgesetz 2012 (NÖ EEG 2012) verpflichtet werden, ihre Energieverbräuche regelmäßig zu erfassen und darüber Bericht zu legen. Das betrifft auch historische Gebäude wie beispielsweise das Rollettmuseum.

Vizebürgermeisterin Dr. Helga Krismer: „Baden ist auch bei der Umsetzung des Energieeffizienzgesetzes eine Vorreitergemeinde. Bereits 2011 haben wir in drei Testgebäuden, wie zum Beispiel dem Rathaus, mit der Energiebuchhaltung begonnen und wertvolle Erfahrungen gesammelt. Nun starten wir durch und erfassen in 21 Gemeindegebäude monatlich die Energiesituation. Besonders freut es mich, dass auch Dr. Maurer mit dem Rollettmuseum Interesse an den Energieverbräuchen in seinem Museum hat und bereits in der ersten Ausbauphase mit dabei ist."

Mit Unterstützung des Landes NÖ wird in diesem Sommer das Siemens Energie-Monitoring-Programm in den Gebäuden eingerichtet und ab September beginnen die monatlichen Aufzeichnungen. Wesentlich ist dabei die enge Zusammenarbeit zwischen dem koordinierenden Energiereferat und den jenen Abteilungen der Stadt Baden bzw. der Immobilien Baden GmbH, die für die Gebäude verantwortlich sind.

„Erst wenn wir genau wissen wie viel Strom, Wärme und Wasser jedes Monat verbraucht werden, können unplausible Verbräuche erkannt und mögliche Defekte bei Geräten oder Anlagen (z.B. Gastherme) behoben werden" erläutert Dr. Gerfried Koch vom Energiereferat. Wenn man erst bei der Jahresabrechnung feststellt, dass die Kosten viel höher als sonst sind und etwas nicht stimmen kann, ist es zu spät und über Monate wurde Energie unnötig verbraucht.

Durch die Kooperation mit dem Land NÖ besteht künftig auch die Möglichkeit, dass die Energiesituation eines Gebäudetyps, z.B. ein 4-gruppiger Kindergarten, mit einem ähnlichen Gebäude einer anderen Gemeinde verglichen wird, und Erfahrungen ausgetauscht werden können. Ziel muss es sein, dass die Gemeinde künftig Energie und Kosten spart; und dabei ist die Energiebuchhaltung eine wesentliche Grundlage.

Weitere Informationen:
Klima- und Energiereferat der Stadtgemeinde Baden
Tel.: +43 2252/86800-233
energiereferat@baden.gv.at

Baden ist eine energieeffiziente   Gemeinde in der Klima- und Energiemodellregion Baden 

13.11.2019