Stromspeichersymposium – Baden am Weg in die Energiezukunft

Vera Immitzer (PV-Austria), Monika Auer (ÖGUT), Mario Leitner (Wiener Netze), Alfons Haber (E-Control)

©2026psb/ckollerics

Beim ersten Stromspeichersymposium Niederösterreichs wurde am 28. Mai in Baden die Bedeutung moderner Speichertechnologien für die Energiewende eindrucksvoll sichtbar. 

250 Expertinnen und Experten aus der Energiebranche den Städten und Gemeinden, von Unternehmen, Verbänden und aus der Forschung diskutierten neue Entwicklungen im Bereich der Speichertechnologie, Netzstabilität und der Integration erneuerbarer Energiequellen.

Die Dynamik im Bereich der Speichertechnologien übertrifft derzeit sogar jene der Photovoltaik der letzten Jahre. Es entsteht eine Vielzahl an Speicherkonzepten und technologischen Ansätzen, wodurch sich das Feld besonders schnell und vielfältig entwickelt. Ausgerichtet wurde das erste Speicher-Symposium von der Stadt Baden, der Klima- und Energiemodellregion Baden sowie der Energie- und Umweltagentur Niederösterreich.

Eröffnet hat das Symposium Bürgermeisterin Carmen Jeitler-Cincelli: „Baden ist seit über 15 Jahren ein Ort für Innovationen und Vernetzung. Es freut mich sehr, dass wir mit dem Land Niederösterreich das erste Stromspeicher-Symposium umsetzen. Für mich ist eine unabhängige Energiezukunft nur mit Speicherlösungen vorstellbar.“

Gerfried Koch (Klimamodellregion Baden), LH-Stv. Stephan Pernkopf, BgmIn. Carmen Jeitler-Cincelli, Herbert Greisberger (Energie- und Umweltagentur NÖ)Gerfried Koch (Klimamodellregion Baden), LH-Stv. Stephan Pernkopf, BgmIn. Carmen Jeitler-Cincelli, Herbert Greisberger (Energie- und Umweltagentur NÖ)

Im Zentrum der Veranstaltung standen die Rolle von Speichern als Rückgrat der Energiewende, Herausforderungen der Stromnetze sowie der Ausbau von Erneuerbaren (PV, Windenergie) in Verbindung mit 

Eine der vielversprechenden Lösung in der Energiewende sind die sogenannten Schwarmspeicher. Auch in der Stadtgemeinde Baden sind Planungen für Schwarmspeicher im Laufen. Gemeinsam mit dem Unternehmen electrify smart energy und den Wiener Netzen wird ein Pilotprojekt vorbereitet. 

An der Podiumsdiskussion „Stromspeicher als Rückgrat der Energiewende“ haben Alfons Haber, Vorstand der E-Control, Vera Immitzer Geschäftsführerin von PV Austria und Mario Leitner von den Wiener Netzen über die Herausforderungen der Speichertechnologie diskutiert. Einig war sich alle Expertinnen und Experten über die zentrale Bedeutung von Speicher für das zukünftige Energiesystem. Ein aktuell heiß diskutiertes Thema ist die Umsetzung des neuen Elektrizitätswirtschafts-Gesetz und die Errichtung sogenannter systemdienlicher Stromspeicher – eine Entwicklung, die auch auf kommunaler Ebene vorangetrieben werden soll.

„Ein Haushalt ohne Speicher nutzt nur etwa 30 Prozent seines selbst erzeugten PV-Stroms direkt, während mit Speicher der Eigenverbrauch auf rund 60 bis 80 Prozent steigt und sich damit ungefähr verdoppelt. Die Energie- und Umweltagentur bietet dazu ein kostenloses Beratungsservice für alle an, die zur Anschaffung eines Speichers oder der effektiven Nutzung Fragen haben.“, so Herbert Greisberger, Geschäftsführer der Energie- und Umweltagentur Niederösterreich (eNu)

Zusätzlich zu den Experteninputs haben 16 Unternehmen und Organisationen aus der Speicher-Branche an Messeständen über die aktuellsten Trends Auskunft gegeben. 

Herbert Greisberger (eNu), Christian Ecker (StR Baden), Katja Fröhlich (AIT), Berd Vogl (Klimafonds), Monika Auer (ÖGUT), BgmIn. Carmen Jeitler-Cincelli, Vera Immitzer (PV-Austria), Kurt Leonhartsberger (impeect), Dominik Kohl (electrify), Gerfried Koch (Klimamodellregion Baden)Herbert Greisberger (eNu), Christian Ecker (StR Baden), Katja Fröhlich (AIT), Bernd Vogl (Klimafonds), Monika Auer (ÖGUT), BgmIn. Carmen Jeitler-Cincelli, Vera Immitzer (PV-Austria), Kurt Leonhartsberger (impeect), Dominik Kohl (electrify), Gerfried Koch (Klimamodellregion Baden)

Auch die Stadtgemeinde Baden hat bereits innovative und vorbildliche Speicherprojekte umgesetzt. Gerfried Koch, Leiter der Abteilung Energie, Klima und Umwelt, freut sich über die Umsetzungen in Baden: „In Zusammenarbeit mit den Stadtimmobilien und der Abteilung Bauen & Infrastruktur konnten wichtige Pilotprojekte umgesetzt werden. 2023 wurde der Kindergarten Bahngasse mit PV und einem Stromspeicher ausgestattet. 2024 erfolgte eine Sanierung des Abwasserpumpwerks in der Kanalgasse mit einer 76 kW PV-Anlage und einem Großspeicher mit 308 kWh. Es handelt sich um österreichweit das erste energieautarke Pumpwerk. Und 2026 ging die Trinkwasserversorgungsanlage Schiestelstraße als stromautarke Versorgungsanlage mit PV und Stromspeicher in Betrieb.“ 

Im zweiten Teil der Veranstaltung hat LH-Stv. Stephan Pernkopf Gemeinden aus Niederösterreich ausgezeichnet, welche bereits in den letzten Jahren auf kommunaler Ebene Stromspeicher umgesetzt haben. 



Präsentationen der Keynote-Speaker zum Download:


Präsentation-Katja_Froehlich_-_Einblicke_in_die_Batterie_der_Zukunft.pdf herunterladen (2.97 MB)


Präsentation_Kurt_Leonhartsberger_-_Stromspeicher_neu_gedacht.pdf herunterladen (2.35 MB)


Präsentation_Dominik_Kohl_electrify_Schwarmspeicher.pdf herunterladen (6.05 MB)



Green Event:

Im Sinne der Nachhaltigkeit wurde diese Veranstaltung als Green Event durchgeführt. Bei den Speisen und Getränken wurden regionale und saisonale Produkte in Bio-Qualität verwendet. 

Vielen Dank an Annamühle, BIO.Weingut Fischer-Kügerl, Corretto und Lion's Catering!

Floristik modern lieferte Blumensträuße und Kräutertöpfe - regional und BIO!

GreenEvents Logo

 

Weitere Auskünfte:

Abteilung Energie, Klima & Umwelt

Stadtgemeinde Baden 

Tel.: +43-2252-86800-233

Mail: energie-klima@baden.gv.at

01.06.2026