Welterbe als spannende Entdeckungsreise

Volksschul-Spezialführung „Welterbe macht Sinn“

Wie schmeckt Schwefelwasser? Wie fühlt man sich als Dirigent im Musikpavillon und wie sah der Kurpark früher aus? Diese und viele weitere spannende Fragen wurden im Rahmen einer Spezialführung beantwortet, die anlässlich des Welterbetages am 18. April für Schülerinnen und Schüler der Volksschulen Uetzgasse und Pfarrgasse organisiert wurde. Trockene Theorie gab es dabei keine. Vielmehr wurden die Kinder dazu angeregt, den eigenen Forschergeist zu entdecken und alle Sinne einzusetzen, um herauszufinden, was das Welterbe in Baden ausmacht. Mit der Unterstützung von Stadtrat Michael Capek führte Site-Managerin Alexandra Harrer durch den ereignisreichen Vormittag.

Hören.
Die Kinder lauschten Musik aus der Vergangenheit und bekamen ein Gespür dafür, wie es ist, selbst als Dirigentin oder Dirigent auf der Bühne zu stehen. Anschließend wurde der Musikpavillon kurzerhand zum Tanzparkett umfunktioniert und die Kinder tanzten und sangen ausgelassen zu moderner Popmusik. Denn damals wie heute hatten die Menschen Freude an der Musik – nur die Art und Weise, wie diese erlebt wird, hat sich geändert. Statt Hitparaden gab es damals eben Kurkonzerte.

Sehen.
Besonders spannend war der Gang mit Taschenlampen durch den dunklen, steinernen Tunnel bis zur Ursprungsquelle. Dort konnten die Kinder sehen, wo das Schwefelwasser aus dem Gestein austritt. Anschließend versuchte die Gruppe, den Kurpark mit den Augen eines Fotografen von damals zu sehen und machte sich auf die Suche nach dem Standort, von wo aus eine zuvor gezeigte Schwarzweiß-Aufnahme gemacht wurde. Sie diskutierten darüber, wie sich der Park im Laufe der Zeit verändert hat und was von damals noch heute zu sehen ist. 

Tasten.
Beim Peregrinibad streckten die Kinder ihre Hände ins lauwarme Quellwasser und staunten nicht schlecht, welch bunten Farben die Mineralstoffe des Schwefelwassers im Laufe der Zeit auf dem Stein hinterlassen haben. Sie erfuhren, dass die 14 Quellen in Baden unterschiedliche Temperaturen haben, und dass es früher den Reichen vorbehalten war, im heilenden Wasser zu baden. 

Riechen und schmecken.
Zögerlich und teilweise mit zugehaltener Nase näherten sich die Schülerinnen und Schüler dem Schwefelbrunnen im Badener Kurzentrum. Letztlich wagten es doch alle, das gewöhnungsbedürftige Wasser zu kosten. Wie schon in der Vergangenheit wurde das Getränk mit Fruchtsaft gestreckt und so etwas bekömmlicher gemacht. Zum Abschluss bekamen alle Kinder eine süße Überraschung. Eine rundum gelungene Entdeckungstour durch Baden, die begeistert angenommen wurde!

Info zum Welterbetag am 18. April:
Der Stadtspaziergang war nur einer von mehreren Programmpunkten, die anlässlich des Welterbetages geboten wurden. Neben den familienfreundlichen Spezialführungen am Welterbetag engagierten sich auch Schülerinnen und Schüler der Mittelschule Pelzgasse für das Welterbe. Sie erstellten im April einen eigenen Beitrag zum Thema für ihren Podcast „RadioIgel“. Der vollständige Beitrag wird auf der Website der Schule veröffentlicht.

Seit 1983 gilt der 18. April weltweit als „World Heritage Day“. Jedes Jahr bieten alle 12 österreichischen Welterbestätten eigens für den Anlass konzipierte Veranstaltungen an, um das Welterbe auf besondere Art und Weise erfahrbar zu machen. Baden beteiligt sich dieses Jahr bereits zum vierten Mal an der Aktion.

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