Baden wird demenzfreundliche Gemeinde

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Demenzfreundliche Stadt

Birgit E. Astl, Bürgermeister Stefan Szirucsek und StR Angela Stöckl-Wolkerstorfer ©psb/sap

Auftaktveranstaltung am 20. November im Theater am Steg

Die stetig ansteigende Zahl von Demenzerkrankungen ist für die Stadtgemeinde Baden Anlass, eine Entwicklungsinitiative zur demenzfreundlichen Gemeinde zu starten. Die Auftaktveranstaltung mit dem Demenzservice NÖ am 20. November bildet den Startschuss für Folgeprojekte.

Bürgermeister Stefan Szirucsek weiß: „Rund 30.000 Menschen sind in Niederösterreich von demenziellen Erkrankungen betroffen. Dazu kommen die Angehörigen und Personen, die mit diesen Menschen arbeiten. Als Stadt mit hoher Gesundheitskompetenz wollen wir diese Zielgruppe besonders unterstützen.“ 

Federführend geplant und umgesetzt wird diese Initiative von Sozial-Stadträtin Angela Stöckl-Wolkerstorfer, der dieses Thema ein persönliches Anliegen ist: „Demenz darf kein Tabuthema sein“, unterstreicht sie. „Ein umfassendes Netzwerk, das wir mit unseren neuen Angeboten für diese Zielgruppe errichten, wird neben gezielter Anregung und Unterhaltung auch umfassende Unterstützung und Hilfe bieten. Ich freue mich darauf, das Projekt demenzfreundliche Gemeinde mit Leben zu füllen.“ Unterstützt wird Angela Stöckl-Wolkerstorfer von einem professionellen Team, darunter auch Birgit E. Astl, Beraterin und Trainerin für Menschen mit demenziellen Erkrankungen.


Auftaktveranstaltung „Demenz erkennen – verstehen – handeln“

Am Montag, 20. November, wird ab 18.30 Uhr zur Informationsveranstaltung „Demenz erkennen – verstehen – handeln“ ins Theater am Steg, Johannesgasse 14, geladen. DGKP Martina Gazica gibt als Vortragende wertvolle Einblicke, die dabei helfen, diese Krankheit besser zu verstehen und damit umzugehen. Außerdem erwartet die Besucherinnen und Besucher ein Demenzparcours und die Möglichkeit, sich im wertschätzenden Umfeld auszutauschen. Der Eintritt ist frei.


Zahlreiche Pläne für weitere Initiativen

Vortragsreihen mit Expertinnen und Experten sowie ausgewählten Partnerbetrieben oder Round Tables werden dabei unterstützen, die Zusammenhänge von Demenzerkrankungen zu erkennen und hilfreiche Maßnahmen kennenzulernen. Weitere Stationen auf dem Weg zur demenzfreundlichen Gemeinde sollen Spaziergänge unter dem Motto „Rollen wir an die Orte unserer Kindheit“ oder die „Vergissmeinnicht-Initiative“ in Kooperation mit Handels- und Gastronomiebetrieben bilden, die Erkrankten die Möglichkeit geben, die Gesellschaft anderer Menschen zu genießen und sich dennoch wie zuhause zu fühlen. Orientierungs-Leitfäden wie „Wo bin ich?“, Auskunftsstellen mit akustischen Signalen, „demenzfreundliche“ Wettbewerbe, „Rüstige Rentnerinnen und Rentner-Runden“ sowie „Mittendrin statt vergessen“ zum Sichtbarmachen von Demenzinitiativen im Zentrum der Stadt sind nur einige der Ideen, die das Team umzusetzen plant.


Bestehende Strukturen nutzen und weiterentwickeln
 Um Selbstsorge, Lebensqualität und gesellschaftliche Teilnahme von älteren Menschen, pflegenden Zu- und Angehörigen und Menschen mit Demenzerkrankung zu gewährleisten, werden auch die bestehenden Strukturen der Stadt unter die Lupe genommen. 

„Anders als kleine Gemeinden verfügt Baden über eine hohe Dichte an Programmen und Maßnahmen für die unterschiedlichsten Bevölkerungsgruppen mit Initiativen in den Sektoren Tourismus, Gesundheit, Kultur oder Wirtschaft. All diese Plattformen und Partnerschaften bieten die ideale Basis, um Baden zu einer alters- und demenzfreundlichen Stadt aufzubauen“, ist Angela Stöckl-Wolkerstorfer überzeugt und ergänzt: „Studien zeigen, dass Baden über eine gute Basis verfügt. Einrichtungen wie das „Plauderbankerl“ der Caritas, der Generationenpark Weikersdorf, aber auch zahlreiche ehrenamtliche Initiativen helfen dabei, Demenz im öffentlichen Raum sichtbar zu machen. Ideen zur Weiterentwicklung wie Kooperationen mit Kultureinrichtungen, Gespräche mit Bildungsinstituten oder das Gewinnen von technischen und wirtschaftlichen Partnern sollen das demenzfreundliche Baden künftig zusätzlich bereichern.“

31.10.2023