Zweite Runde in Richtung „Demenzfreundliche Gemeinde“

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Demenz-Info

©psb/sap

Teil 2 der Vortragsreihe mit dem Demenzservice NÖ am 16. Februar 2024, 17.30 Uhr, Theater am Steg

Nach dem Auftakt im November 2023 geht die Veranstaltungsreihe mit dem Demenzservice NÖ weiter. Die Stadtgemeinde Baden lädt am 16. Februar um 17.30 Uhr unter der Federführung von Sozial-StR Angela Stöckl-Wolkerstorfer zur zweiten Runde ins Theater am Steg, Baden, Johannesgasse 14. Diesmal geht es um die Herausforderungen und das gemeinsame Meistern der Krankheit - Vortragende ist diesmal DGKP Nadja Wamser vom Demenzservice NÖ. Der Eintritt ist frei.

Als Gäste begrüßt Stöckl-Wolkerstorfer diesmal den Leiter des Roten Kreuz Baden, Manfred Lang, der über geplante Seniorinnen- und Seniorenreisen in diesem Jahr berichten wird. Gute Neuigkeiten kommen aus dem Pflegewohnheim Casa Marienheim Baden: Die Heim- und Pflegedienstleitung, Nesica Pejic MSc, stellt das neue Projekt Tagesbetreuung vor und spricht über die Wichtigkeit, Tabus wie Schlafstörungen oder Inkontinenz früh genug anzuerkennen. Darüber, wie Interessierte zu einem Schnuppertag im Pflegeheim kommen und welche Förderungen es dafür gibt, informiert Mag. Petra Freilinger, Beratung und Service.

„Es ist viel zu tun!“ bestätigt Angela Stöckl-Wolkerstorfer. „Die Resonanz auf unsere erste Veranstaltung war groß und verdeutlicht die Nöte vieler betroffener Familien.“ 

Stadt Baden richtet Beratungsstelle ein
 
Die Stadtgemeinde Baden reagiert auf die Wünsche und Bedürfnisse der Bevölkerung und richtet ein Beratungsbüro als erste Anlaufstelle für Auskünfte rund um das herausfordernde Thema demenzielle Erkrankungen ein. Ab 5. März 2024 beantwortet Beraterin und Demenztrainerin Birgit E. Astl jeden ersten Montag des Monats von 16 bis 18 Uhr im Büro in der Pfarrschule am Pfarrplatz 1 Fragen wie „Wo findet man Hilfen im Alltag oder Pflegedienstleistungsanbieter?“, gibt Tipps im täglichen Umgang mit Erkrankten, informiert hinsichtlich Gedächtnistrainings und weiteren Gesundheitsangeboten für Betroffene und Angehörige, gibt Auskunft zu bürokratischen Themen wie Förderungen und Anträgen und weist Interessierten Wege durch die vielfältigen Angebote.  

„Für viele Menschen, die plötzlich mit demenziellen Erkrankungen konfrontiert sind, erscheint es in der Anfangsphase oft als finsterer Tunnel, an dem man kein Licht sieht. Es gilt so viel zu beachten, zu erfahren und ausfindig zu machen. Das überfordert verständlicherweise viele Angehörige, aber auch die Betroffenen selbst,“ weiß Bürgermeister Stefan Szirucsek. „Unser Beratungsbüro ist erste Service- und Anlaufstelle, um Anliegen persönlich, individuell und unverbindlich zu besprechen.“ 

ANKA: Café für Angehörige und von Demenz Betroffene
 
Das Café für Angehörige und von Demenzerkrankungen Betroffene in der Pfarre St. Christoph startet im April. „Ankommen, Kaffee trinken, miteinander reden und schöne Momente erleben.“ Das ist das Motto der einmal monatlich mittwochs zwischen 14 und 17 Uhr stattfindenden ANKA in der Pfarre St. Christoph. Die Teilnahme ist unverbindlich, unbürokratisch und kostenlos. Freie Spenden sind erwünscht.  

Angela Stöckl-Wolkerstorfer dazu: „Anka ist als Anlaufstelle zum Austausch konzipiert. Man trifft Bekannte, lernt neue Leute kennen und kann sich frühzeitig vernetzen. Wir legen Wert auf das ungezwungene Zusammenkommen, schöne Momente stehen im Vordergrund. Wir werden auch immer wieder Gäste einladen, lokale Angebote vorstellen oder kurze Vorträge zu gezielten Themen halten.“

ANKA braucht Freiwillige
 Das Team „Demenzfreundliches Baden“ ist auf freiwilliges Engagement angewiesen. Gesucht werden freiwillige bzw. ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Freude an der Begegnung mit älteren Menschen haben, einmal monatlich einen Nachmittag Zeit opfern und selbst gern in Gesellschaft sind. 

Über weitere Aktionen wie das Café Vielfalt im Pro Mente Haus Baden, Gespräche mit Wirtschaftstreibenden zum Thema Soziale Teilhabe und ähnliches geben Angela Stöckl-Wolkerstorfer und voraussichtlich auch Bürgermeister Stefan Szirucsek am 16. Februar Auskunft.

Nach dem Vortrag lädt die Stadtgemeinde wieder zu persönlichen Gesprächen sowie zu einem kleinen Imbiss ins Foyer des Theater am Steg. 

30.01.2024