Neue Formen des Dialogs

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1. Badener Bürgerforum

Eine äußerst positive Atmosphäre und zahlreiche konstruktive Gespräche machten das erste Badener Bürgerforum zum vollen Erfolg. ©psb/c.kollerics

Baden ist eine Stadt, in der die Bürger mit ihren Ideen und Anliegen nicht nur gehört, sondern aktiv einbezogen werden. Die Stadtregierung schafft dafür bewusst Räume, die den Dialog fördern, zum Mitgestalten einladen und von gegenseitigem Respekt getragen sind. Ob beim neu gegründeten Bürgerforum, bei Anrainer-Abenden im Vorfeld wichtiger Bauprojekte wie der Neugestaltung der Unteren Wassergasse, im Jugendforum oder bei der Erarbeitung der Kulturstrategie – stets geht es darum, zuzuhören, Vorschläge aufzunehmen und die Zukunft der Stadt gemeinsam mit den Badenern zu entwickeln. Denn Baden soll ein Ort bleiben, an dem sich jeder wiederfindet – getragen von Respekt, Engagement und dem Willen, gemeinsam das Beste für unsere Gemeinschaft zu erreichen.

 

Lebendiger Austausch beim 1. Badener Bürgerforum

„Miteinander reden, gemeinsam gestalten“: Unter diesem Leitgedanken wurde am 9. Oktober zum 1. Bürgerforum in die Halle B eingeladen und die neue Dialog-Plattform erwies sich in jeder Hinsicht als voller Erfolg. 

An den Thementischen „Verkehr und Parkraum“, „Kultur und Welterbe“, „Soziales, Gesundheit, Familie und Bildung“, „Bauangelegenheiten/Immobilien“, „Klima, Energie, Umwelt und Stadtgärten“, „Wirtschaft und Tourismus“, „Finanzen und Förderwesen/Allgemeine Verwaltung“, „Jugend und Sport“ sowie „Zukunft und Dialog Baden“ entstand rasch ein lebendiger Austausch in einer extrem konstruktiven Atmosphäre, bei dem Vertreter aus Politik und Verwaltung aufmerksam zuhörten, ausführliche Fachauskünfte gaben und die eingebrachten Anregungen dokumentierten. Alle eingebrachten Ideen wurden gesammelt und werden in den verschiedenen Fachgremien weiterbehandelt.

Die Themenvielfalt dieses Abends war groß und reichte von kleinen Anliegen, die sofort umgesetzt werden können bis zu Ideen, die eine Machbarkeitsprüfung bzw. einen umfassenden Arbeitsprozess erfordern.

Ein kleiner Auszug aus den verschiedenen Thementischen

·         Einführung einer Mütterberatung

·         Einführung einer Seniorenmesse

·         Einführung von ausgewiesenen Raucherzonen im Strandbad 

·         Mehr E-Ladestationen in Baden errichten

·         Mehr Mistkübel am Harterberg aufstellen

·         Maßnahmen hinsichtlich der Leerstandsproblematik setzen

·         Mehr Angebote für die Jugend

·         Forcierung der Digitalisierung seitens der Verwaltung 

·         Mehr Sichtbarkeit des Welterbes

„Das Bürgerforum hat gezeigt, wie wichtig es ist, zuzuhören und Raum für Dialog zu schaffen“, betont die Stadtregierung. „Die vielen Ideen und Anregungen beweisen, dass Baden ein großes Potenzial hat und die Stadt den Bürgern sehr am Herzen liegt. Wir bedanken uns bei jedem einzelnen, der an der Zukunft Badens mitarbeitet und sich engagiert.“ 

Dass sich die Badener auch künftig gerne mit ihren Ideen und Anliegen einbringen möchten, wurde auch im Zuge von Abfragen an den Thementischen bestätigt: Eine große Mehrheit der Besucher wünscht sich eine Fortführung dieses neuen Formats - das Bürgerforum soll daher als wiederkehrende Dialog-Plattform etabliert werden. 

Bürgerbeteiligung als zentrales Element der Stadtregierung

Das 1. Badener Bürgerforum ist zwar ein sehr großes Bürgerbeteiligungs-Format, bei weitem aber nicht das einzige. Denn auch in den Bereichen Jugend, Kultur oder Stadtentwicklung setzt die Stadtregierung auf Partizipation und Bürgerbeteiligung.

 

Jugendforum – eine Ideenwerkstatt mit großem Potenzial

Beim Jugendforum in Baden haben junge Menschen die Möglichkeit, ihre Ideen einzubringen, aktuelle Themen zu diskutieren und gemeinsam Lösungen zu entwickeln. In der entspannten Atmosphäre des Jugendtreffs in der Waltersdorfer Straße 32 steht ihre Stimme im Mittelpunkt. Alle Anregungen werden gesammelt und in die weitere Arbeit eingebracht. Unterstützt wird das Forum von den Mitarbeitern der jugendarbeit.07, zudem sind Vertreter aus der Politik mit dabei, um sich persönlich mit den Vorschlägen der Jugendlichen auseinanderzusetzen und – wenn möglich - Maßnahmen einzuleiten. Das nächste Jugendforum findet am 15. Oktober von 16 – 17.30 Uhr in den Räumlichkeiten der jugendarbeit.07 statt. 

 

Projekte im direkten Austausch gestalten
 Auch bei der Neugestaltung der Unteren Wassergasse setzt Baden auf einen engen Austausch mit der Bevölkerung: Im Rahmen von Anrainer-Abenden wurden 

 

Planungsentwürfe vorgestellt, Fragen beantwortet und Anregungen aufgenommen. Diese flossen in die Detailplanung ein und stellen sicher, dass die einzelnen Schritte dieses Projekts transparent kommuniziert und im Dialog mit den Anrainern entwickelt wurden.

 

Im Dialog zur Kulturstrategie

Auch bei der Entwicklung der neuen Kulturstrategie setzt Baden auf Beteiligung bzw. den Austausch mit Vertretern aus der Kulturszene. In einer Ideenwerkstatt im Haus der Kunst brachten Kulturschaffende sowie Vertreter von Kulturvereinen ihre Erfahrungen und Anregungen ein, sodass Perspektiven gesammelt, Wünsche diskutiert und konkrete Impulse erarbeitet wurden. 

Diese bilden nun eine wichtige Grundlage, um die Kulturhauptstadt Baden weiterzuentwickeln. 

 

 

Badens Stadtregierung setzt in vielen Bereichen auf die Kraft des Dialogs und betont: „Die Zukunft Badens ist wie ein großes Mosaik, das erst durch viele einzelne Steine ein Ganzes ergibt. Jeder Beitrag, jede Idee und jedes Engagement ist ein Teil dieses Bildes. Deshalb bedanken wir uns herzlich bei allen, die sich bei unseren Bürgerbeteiligungsprozessen einbringen und das ‚Gesamtkunstwerk Baden‘ aktiv mitgestalten.“

 

 

Stimmen der Stadtregierung zur Bürgerbeteiligung in Baden

 

Bürgermeisterin Carmen Jeitler-Cincelli

Mir ist es extrem wichtig, dass Politik, Verwaltung und Bevölkerung in einem offenen und respektvollen Dialog zusammenkommen. Wenn wir miteinander auf Augenhöhe sprechen und offen für die Argumente und Ideen unseres Gesprächspartners sind, ist Großes möglich. Ich glaube an die Kraft des konstruktiven Dialogs. Daher haben wir auch bewusst einen eigenen Stadtrat für Bürgerbeteiligung eingeführt und die Verwaltung betont serviceorientiert ausgerichtet.

Die unglaublich positive Atmosphäre bei unserem ersten Bürgerforum hat gezeigt, wie viel positive Energie entsteht, wenn Verwaltung, Politik und Bevölkerung gemeinsam an einem Tisch zusammenkommen und daran teilhaben, die Zukunft Badens zu gestalten. Diese neue Dialog-Plattform war ein Experiment – und es hat großartig funktioniert.

Wir wollen aber noch weitere Wege finden, um mit den Menschen in Kontakt zu treten – zum Beispiel in digitalisierter Form. Denn ich verstehe Bürgerbeteiligung nicht als einmaliges Projekt, sondern einen gemeinsamen Weg, der einfach erfüllend ist und der unsere Stadt in eine positive Zukunft führt.


Vizebürgermeister Markus Riedmayer

Ich bin begeistert von der Beteiligung der Badener Bevölkerung, welche die Chance genutzt hat, die Zukunft gemeinsam zu gestalten und den Kontakt zu Politik und Verwaltung aktiv aufgenommen hat. Gerade in schwierigeren Zeiten brauchen wir jede Hilfe und viel Kreativität, also das ungeheure Potential, das in der Stadt zur Verfügung steht. Wir müssen nun gemeinsam an einem Strang ziehen, und das war spürbar. Danke dafür! 

 

Vizebürgermeister Jowi Trenner

Ich sehe die Bürgerbeteiligung als zentrales Element einer verantwortungsvollen Politik. Wir wollen mehr zu den Ideen und Wünschen der Badener erfahren und ihre Anregungen in unsere Arbeit einfließen lassen. Auch zu gewichtigen Entscheidungen würde ich die Bevölkerung im Vorfeld befragen.

10.10.2025