Pro Talk #1: Neues Dialogformat setzt frische Impulse für Baukultur im Welterbe

Achtung: dieser Eintrag ist nicht mehr aktuell!

Pro Talk #1

1. Reihe: Architekt Stefan Mastal, WKNÖ Bezirksstellenobmann Sebastian Makoschitz-Weinreich, Welterbe-Sitemanagerin Alexandra Harrer, Dörte Kuhlmann, WK-Bezirksstellenleiter Andreas Marquardt, Caroline Jäger-Klein (Präsidentin ICOMOS Austria), GR Herbert Dopplinger. 2. Reihe: StR Franz Schwabl, GR Architekt David Allram-Markel, Architekt Gerhard Lindner, Architekt Roland Nemetz sowie Landeskonservator Patrick Schicht. ©psb/sap

Mit dem ersten „Pro Talk“ eröffnete die Stadtgemeinde Baden ein neues Dialogformat, das Baukultur, Stadtentwicklung und den UNESCO-Welterbe-Kontext stärker in den Mittelpunkt rückt. Ziel ist es, unterschiedliche fachliche Perspektiven zu vernetzen und das Bewusstsein für qualitätsvolles Bauen im historischen Umfeld weiter zu schärfen.

Die Auftaktveranstaltung fand in den Räumlichkeiten der Wirtschaftskammer Niederösterreich in Baden statt. Bezirksstellenleiter Mag. Andreas Marquardt begrüßte gemeinsam mit Bezirksstellenobmann Sebastian Makoschitz-Weinreich und Baustadtrat Franz Schwabl die mehr als 50 Gäste, bevor Dipl.-Ing. Dr. Alexandra Harrer, Sitemanagerin des UNESCO-Welterbes „Great Spa Towns of Europe“ in Baden, durch das fachliche Programm führte.

Auf dem Podium diskutierten vier profilierte Persönlichkeiten des Fachbereichs:
Dipl.-Ing. Dr. Caroline Jäger-Klein, Präsidentin von ICOMOS Austria und Professorin an der TU Wien, der Badener Architekt Dipl.-Ing. Gerhard Lindner, der Wiener Architekt Dipl.-Ing. Stefan Mastal sowie Dipl.-Ing. Roland Nemetz, ebenfalls Architekt aus Baden. Auch im Publikum waren zahlreiche Experten aus Verwaltung, Planung und Denkmalpflege vertreten. Besonders hervorzuheben ist die Teilnahme von Landeskonservator Dipl.-Ing. DDr. Patrick Schicht (Bundesdenkmalamt), der die Badener Schutzzonen als Pilotprojekt für ganz Niederösterreich einordnete und damit einen wesentlichen Impuls für die Diskussion setzte.

Im Zentrum des Abends stand die Frage, was gelungene Beispiele für Bauen im kulturellen Erbe ausmacht und woran sich problematische Lösungen erkennen lassen. Die Diskutierenden präsentierten ausgewählte Projekte, erläuterten gute Ansätze und sprachen offen über Herausforderungen. 

Der große Zuspruch zeigte deutlich, wie wichtig das Thema ist: Über 50 Gäste füllten nicht nur den Saal, sondern trugen mit ihren zahlreichen Wortmeldungen auch wesentlich zum Erfolg dieses neuen Formats bei.
Die Gesprächsrunde war sich einig, dass gute Baukultur im Welterbe auf Respekt beruht – Respekt vor dem historischen Erbe, vor den Menschen, die es nutzen und bewahren und vor jeder Geschichte, die in jedem Gebäude steckt. Neues sollte sich selbstverständlich einfügen, das Umfeld stärken und dennoch zeitgenössische Qualität zeigen.

Gleichzeitig wurde deutlich, dass sich Städte verändern und neue Anforderungen entstehen. Gute Architektur schafft es, diesen Wandel aufzunehmen, ohne den Charakter eines Ortes zu verlieren. Qualität entsteht dort, wo Fachwissen, Achtsamkeit und eine klare Haltung zusammenkommen.

Mit dem Pro Talk #1 ist der Stadtgemeinde Baden ein großartiger Auftakt gelungen. Das Dialogformat wird künftig halbjährlich als kontinuierlicher Impuls für verantwortungsvolle und qualitätsvolle Stadtentwicklung im Welterbe-Kontext fortgeführt.


Pro Talk #1Site-Managerin Alexandra Harrer

Pro Talk #1

WKNÖ Bezirksstellenobmann Sebastian Makoschitz-Weinreich

Pro Talk #1

StR Franz Schwabl


17.11.2025