zeiTräume: Neue Ausstellung stellt Badens Villengebiete ins Rampenlicht

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zeiTräume

1. Reihe: Caroline Jäger-Klein, Fabiola Roberti, Dörte Kuhlmann, Site-Managerin Alexandra Harrer, Christelle Massard, Vanessa Mincheva; 2. Reihe: GR Ali Aram, Anna Reti, Lorraine Wagner, Ben Hermes. ©psb/ckollerics

Mit einer gut besuchten Vernissage wurde am 21. Jänner im Theater am Steg die Ausstellung zeiTräume eröffnet. Eine Schau, die sich den zehn Badener Villengebieten und ihren charakteristischen Bautypen, Freiräumen und Wohnstrukturen widmet.
Diese höchst informative Ausstellung ist das Ergebnis einer dreijährigen Forschungsarbeit der Technischen Universität Wien und wurde im Wintersemester 2025/2026 im Rahmen einer eigenen Lehrveranstaltung konzipiert.

Gemeinderat Ali Aram, der die Schau in Vertretung von Bürgermeisterin Carmen Jeitler-Cincelli eröffnete, unterstrich die Bedeutung der rund 600 Villen Badens, die das Stadtbild wesentlich prägen und in hohem Maß für eine qualitätsvolle Stadtentwicklung verantwortlich zeichnen.

Projektleiterin Dörte Kuhlmann gab Einblicke in Forschung und Ausstellungskonzept und betonte den Mehrwert von universitären Arbeiten, wenn sie direkt im realen Stadtraum ansetzt. Ihr sei es besonders wichtig dass Studierende an konkreten Fragen arbeiten und die Stadt ebenfalls von dieser Forschung profitiert.
Und die Stadt Baden brachte sich auch aktiv in diesen Prozess ein. Badens Welterbe-Sitemanagerin Alexandra Harrer unterstrich die hervorragende Zusammenarbeit zwischen Stadtgemeinde, TU Wien und ICOMOS Austria und die Freude an der Arbeit mit den jungen Forschenden, die gezielt unterstützt wurden.

Besonders lebendig gestaltete sich diese Ausstellungseröffnung,  da die Studierenden die Möglichkeit nutzten, ihre Arbeiten selbst zu präsentieren. Rasch entwickelte sich daraus eine lebendige Diskussion über Typologisierung und Entwicklung der Villengebiete, an der sich die Besucher rege beteiligten.

Die Villenforschung in Baden hat Tradition – was bisher gefehlt hat, war ihre systematische Zusammenführung. Genau das leistet dieses Projekt mit der fachlichen Expertise von ICOMOS Austria. Für eine Stadt wie Baden mit ihrem außergewöhnlich reichen baukulturellen Erbe sei das besonders relevant, betonte Präsidentin Caroline Jäger-Klein und verwies auf die Rolle von ICOMOS als beratendes Fachgremium der UNESCO.

Die Ausstellung:
Gestalterisch bindet zeiTräume den Ort bewusst ein: Die Statue der Filmrolle vor dem Theater am Steg wird zum Pop-up-Plakat, eine übergehängte „Fotorolle“ mit historischen Darstellungen macht die Ausstellung im Stadtraum sichtbar – ohne das Kunstwerk zu beschädigen. In der Ausstellung spannt sich eine großformatige blaue Welterbe-Schleife durch den Raum. Sie ist ein Erkennungsmerkmal der Great Spa Towns of Europe, verbindet diese Kurstädte symbolisch auf der Europakarte und wird hier als zentrales Gestaltungselement eingesetzt. 3D-Modelle verschiedener Villentypen laden zum Angreifen ein. Eine Malstation bietet kleinen Besuchern die Möglichkeit, Villentypen spielerisch zu erkunden und kreativ zu gestalten.

Die Ausstellung ist bis 11. Februar 2026 im Theater am Steg, Johannesgasse 14, zu sehen.
Geöffnet Di-Fr von 15 bis 21 Uhr sowie während aller Veranstaltungen im Theater am Steg.

Projektverantwortliche & Betreuung vor Ort:
Ao.Univ.Prof. Dipl.-Ing. Dr.-Ing. Dörte Kuhlman, Ao.Univ.Prof. Dipl.-Ing. Dr.-Ing. Caroline Jäger-Klein, Dipl.-Ing. Dr. Alexandra Harrer

Studierende & Young Emerging Professionals der Technischen Universität Wien E251.1 Forschungsbereich Baugeschichte:  
Anna Dumitru, Michaela Glaser, Laurids Hadler, Dipl.-Ing. Ben Hermes, Christelle Massard, Sophie Natter-Reiffenstuhl, Vanesa Mincheva, Dipl.-Ing. Katherina Pany, Anna Reti, Fabiola Roberti, Dipl.-Ing. Teodora Rosca, Lorraine Wagner


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22.01.2026