Sicher durch jede Krise

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Sicher durch jede Krise

Vizebürgermeister Markus Riedmayer, Stadtpolizeikommandant Stv. Birgit Wollenek, Bürgermeisterin Carmen Jeitler-Cincelli, Vizebürgermeister Jowi Trenner sowie Stadtpolizeikommandant David Friedl. ©psb/sk

Baden ist vorbereitet

Der Blackout in Berlin zu Jahresbeginn hat viele Menschen für dieses Szenario sensibilisiert. Doch nicht nur Stromausfälle fordern die Gesellschaft heraus – auch Krisen wie die Covid-Pandemie oder ein Kriegsausbruch stellen uns vor Belastungsproben. Für all diese Szenarien gilt: Vorsorge beginnt lange vor dem Ernstfall.

Die Stadt Baden hat bereits ein umfassendes Krisenkonzept, das im Notfall rasch aktiviert werden kann. Klare Zuständigkeiten, verlässliche Kommunikation und eingespielte Partner sorgen dafür, dass Abläufe greifen, Informationen fließen und Hilfe koordiniert beim Bürger ankommt. Gemeinsam mit Stadt- und Bundespolizei, den Feuerwehren, dem Roten Kreuz, dem Zivilschutz und der lokalen Wirtschaft wurde ein Sicherheitsnetz aufgebaut, auf das sich die Menschen in Baden verlassen können. 

Damit diese Sicherheitskette im Ernstfall reibungslos funktioniert, setzt die Stadtregierung zukünftig auf gemeinsame Schulungen und Übungen wie etwa dem sicheren Umgang mit Funkgeräten oder die konkrete Zusammenarbeit des Krisenstabes in Notfallsituationen. „Denn, so die Bürgermeisterin, „Stress, Druck und Panik sind keine guten Berater, um im Ernstfall souverän handeln zu können. Wir sorgen mit regelmäßigen Schulungen und Trainings dafür, dass die Handlungskette im Ernstfall souverän ablaufen kann.“ 

„Krisenvorsorge heißt, Verantwortung zu übernehmen, bevor es kritisch wird", betont Bürgermeisterin Carmen Jeitler-Cincelli. „Genau das haben wir in Baden getan – mit klaren Strukturen und verlässlichen Partnern. Wir bauen dabei bewusst auf den bestehenden Krisen- und Katastrophenschutzplänen auf und optimieren diese durch laufende Evaluierung und Weiterentwicklung.“

 

Klare Zuständigkeiten im Ernstfall

Im Ernstfall ist grundsätzlich die Bezirkshauptmannschaft die zuständige Katastrophenschutzbehörde. Alle städtischen Maßnahmen werden daher eng mit ihr abgestimmt, wobei Doppelgleisigkeiten oder parallele Hierarchien bewusst vermieden werden. Im Krisenfall wird gemeinsam gehandelt.

Auch das Rathaus ist bestens auf Ausnahmesituationen vorbereitet. Bei Bedarf wird ein Bereitschaftsdienst angeordnet, um Entscheidungsfähigkeit und Koordination jederzeit sicherzustellen.

 

Zentrale Rolle der Stadtpolizei

Eine Schlüsselrolle kommt im Krisenfall der Stadtpolizei zu. Sie fungiert als Drehscheibe für Beobachtungen, Lageeinschätzungen und Rückmeldungen aus dem Stadtgebiet. Bereits beim Hochwasserereignis 2024 zeigte sich: Rasche Wahrnehmung, Bewertung und Weitergabe von Informationen sind entscheidend, um rechtzeitig und souverän reagieren zu können.

 

Krisenstab und Schulungen sichern Abläufe

Tritt ein Ernstfall ein, wird unverzüglich der Krisenstab der Stadt Baden einberufen. Dieses Gremium bewertet die aktuelle Lage, schätzt den Status quo ein, legt Maßnahmen fest und setzt die Funktionskette in Gang. Entscheidungen werden gebündelt, Prioritäten klar definiert, Maßnahmen koordiniert umgesetzt.

Damit Konzepte im Ernstfall reibungslos greifen, setzt die Stadtregierung auf Schulungen und praktische Übungen. Die regelmäßige Abstimmung des Krisenstabes wird ebenso etabliert wie Prüfungen der technischen Einsatzfähigkeit und das Trainieren des sicheren Umgangs mit Funkgeräten.

Baden setzt damit auf ein Krisenmanagement, das vorbereitet, abgestimmt und lernfähig ist – und im Ernstfall Sicherheit gibt.

„Wir sind hervorragend vorbereitet – mit klaren Strukturen und verlässlichen Partnern", unterstreicht die Bürgermeisterin.

  

Kritische Infrastruktur bleibt aufrecht

Auch bei einem Blackout bleiben in Baden zentrale Systeme in Betrieb. Wasserversorgung und Abwasserentsorgung können dank moderner Speichertechnologie weitergeführt werden. Photovoltaikanlagen und leistungsfähige Batteriespeicher am Hochbehälter Badener Berg sowie bei der Pumpstation Kanalgasse sorgen dafür, dass diese grundlegende Infrastruktur zuverlässig funktioniert.

„Vorausschauende Investitionen zahlen sich genau dann aus, wenn es darauf ankommt", betont Vizebürgermeister Jowi Trenner. „Die in Baden eingesetzte Technik arbeitet auch im Krisenfall verlässlich im Hintergrund und gibt Sicherheit."

 

Krisenkommunikation: Klar und abgestimmt

Neben technischer Vorsorge ist im Krisenfall eine klare Kommunikation entscheidend. Baden verfügt daher über ein vollständig ausgearbeitetes Krisenkommunikationskonzept. Zuständigkeiten sind definiert, Abläufe festgelegt, Informationswege klar geregelt – von der internen Koordination bis zur verlässlichen Information der Bevölkerung.

„Vertrauen entsteht durch Klarheit", betont Vizebürgermeister Markus Riedmayer. „Gerade in Ausnahmesituationen ist es wichtig, dass Informationen geordnet, verständlich und nachvollziehbar ankommen. Jede Generation – von den Jugendlichen bis zu den Senioren – muss gerade im Krisenfall gut informiert werden. Das schafft ein Sicherheitsgefühl und bietet den Menschen Unterstützung und Klarheit."

 

Neuer Zivilschutzbeauftragter mit wertvollem Erfahrungsschatz

Mit Anton Kerschbaumer als neuem Zivilschutzbeauftragten setzt Baden bewusst auf Erfahrung. Der langjährige Bezirksfeuerwehrkommandant bringt umfassende Praxis in Einsatzleitung, Katastrophenschutz und Krisenmanagement mit.

„Es freut mich sehr, dass wir Anton Kerschbaumer mit seiner großen Erfahrung und Expertise für diese Aufgabe begeistern konnten“, betont die Bürgermeisterin. „Denn Krisenvorsorge ist keine Theorie. Sie muss von Menschen getragen werden, die wissen, was im Ernstfall zu tun ist. Dass Toni Kerschbaumer diese Funktion für Baden übernimmt, ist ein echter Glücksfall. Ich danke auch seinem Vorgänger Michael Autin sowie dessen Stellvertreter Florian Brand, die diese Aufgabe mit viel Engagement für unsere Stadt erfüllt haben."

 „Bund, Länder und Gemeinden können die notwendigen Rahmenbedingungen schaffen, um Krisensituationen bestmöglich zu bewältigen – der entscheidende Teil der Vorsorge liegt jedoch bei jedem Einzelnen", unterstreicht Badens neuer Zivilschutzbeauftragter. „Gerade bei einem Blackout geht es nicht nur um einen Stromausfall, sondern um den weitgehenden Wegfall von Versorgungs- und Kommunikationsstrukturen. Öffentliche Konzepte stoßen hier rasch an ihre Grenzen, weil sich die Hilfe zunächst auf die unmittelbare Grundversorgung konzentrieren muss. Der österreichische Zivilschutzverband unterstützt Gemeinden und Bevölkerung mit Information, Schulung und Beratung zur Eigenvorsorge und empfiehlt daher, Lebensmittel und lebensnotwendige Medikamente für einen Zeitraum von zwei Wochen vorrätig zu halten."

„Im Februar tritt unser langjähriger Bezirksfeuerwehrkommandant nicht mehr zur Wahl an“, weiß Carmen Jeitler-Cincelli. „Dass er in der Funktion als Zivilschutzbeauftragter nun gemeinsam mit uns ein neues Kapitel aufschlägt und diesen neuen Weg gemeinsam mit uns geht, ist ein Gewinn für die gesamte Stadt.“

 

Krisenvorsorge: Ein kontinuierlicher Prozess

Um im Ernstfall auf professionelle Abläufe zurückgreifen zu können, setzt die Stadtregierung auf gezielte Weiterbildung. Stadtpolizeikommandant CI David Friedl und seine Stellvertreterin CI Birgit Wollenek haben dafür kürzlich das Schulungsprogramm „Krisen- und Katastrophenschutzmanagement" beim Niederösterreichischen Zivilschutzverband absolviert.

Im Rahmen dieser Ausbildung wurden zentrale Grundlagen eines wirksamen Krisenmanagements vermittelt – von der praktischen Erstellung und Anwendung eines gemeindespezifischen Katastrophenschutzplans bis hin zu den wesentlichen Kernpunkten strukturierter Einsatz- und Entscheidungsabläufe. Dieses Wissen fließt direkt in die laufende Weiterentwicklung des Badener Sicherheitskonzepts ein und stärkt die operative Handlungsfähigkeit im Ernstfall.

 

Baden übernimmt Verantwortung

Krisen lassen sich nicht planen – Vorbereitung schon. In Baden wurde deshalb nicht auf Einzelmaßnahmen gesetzt, sondern ein Gesamtsystem erarbeitet, das im Ernstfall auf Knopfdruck abrufbar ist: klare Zuständigkeiten, verlässliche Information, funktionierende Infrastruktur und Partner, die wissen, was zu tun ist. Verwaltung, Einsatzorganisationen und Wirtschaft greifen nahtlos ineinander, sodass wichtige Abläufe auch im Ausnahmefall verlässlich funktionieren.

 

🛈 INFORMATION, HILFE & UNTERSTÜTZUNG IM BLACKOUT-FALL

Was ist wann wo erreichbar?

Ab wann?

Was?

Wo?

Wofür? / Hinweise

Sofort

INFO – Informationsschaukästen

• Pfarre St. Stephan (Zentrum)
 • Pfarre St. Christoph (Weikersdorf)
 • Pfarre St. Josef (Leesdorf)
 • Haidhof

Laufende Information.
 Im Alltag: Eigenvorsorge.
 Im Blackout: aktuelle Lageberichte.
24/7 zugänglich.

Ab Tag 2

INFO & BERATUNG – Informationsinseln

• Rathaus, Hauptplatz
 • Stadtpolizei Baden
 • Volksschule Pfarrplatz
 • Volksschule Radetzkystraße

Persönliche Auskunft durch Mitarbeiter der Stadt.
 Orientierung und Beantwortung von Fragen.
Keine Verpflegung.

Ab Tag 2

NOTFALL – Zentrale Sicherheitsinsel

Ballsporthalle, Waltersdorfer Straße

Nur bei echten Notfällen.
 Feuerwehr, Rettung, Polizei, Ärzte vor Ort.
 Wärmeraum vorhanden.
 Koordination von Hilfsleistungen.

Ab Tag 2

UNTERSTÜTZUNG – Kinderbetreuung für systemrelevante Berufe

• Volksschule Pfarrplatz
 • Volksschule Radetzkystraße

Betreuung für Kinder von Eltern in systemrelevanten Berufen.
Nur wenn private Betreuung nicht möglich ist.
 Letzte Sicherheitsstufe zur Aufrechterhaltung kritischer Infrastruktur.

 

 

 Neuer Zivilschutzbeauftragter Anton Kerschbaumer

Bürgermeisterin Carmen Jeitler-Cincelli freut sich, dass Anton Kerschbaumer die Aufgabe des Zivilschutzbeauftragten der Stadt Baden übernimmt.

 

23.01.2026