Geothermische Innovation und nachhaltiger Thermaltourismus - Partner im „GreenSPAS“ EU-Projekt tagten in Montegrotto

Achtung: dieser Eintrag ist nicht mehr aktuell!

Vom 7. bis 9. Oktober 2025 fand die 4. Study Visit des GreenSPAS INTERREG Projekts in Montegrotto Terme, Italien, statt. Bei der dreitägigen Veranstaltung trafen sich Expert:innen und Vertreter:innen europäischer Thermaldestinationen, um eine nachhaltige Entwicklung von Thermal-Standorten und geothermische Innovationen zu erörtern.

Der Besuch begann mit einer Einführung in die geothermischen Besonderheiten der „homogene Hydro-Mineralbecken“ der Euganeischen Hügel. Experten gaben einen Einblick in das TREASURE-Projekt. Das Projekt konzentriert sich auf Überwachung und Datenerfassung von geothermischen Ressourcen, Aufbau einer umfassenden geothermischen Datenbank sowie nachhaltigen Schutz und nachhaltige Bewirtschaftung des Thermalvorkommens.

Eine wichtige Schlüsselrolle bei der Entwicklung von Wellness- und Medizintourismus und der Stärkung der regionalen Thermalidentität spielen die Destinations Management Organisationen (DMOs) in der jeweiligen Region. 

Geothermie Ausbauplan Montegrotto: ein Innovationsmodell 

Ein spannender Programmpunkt war die Präsentation des Geothermie-Plans von Montegrotto Terme. Dieser wurde von der Universität Padua in Kooperation mit der Gemeinde entwickelt. Das Projekt verbindet wissenschaftliche Forschung, Politik und die Einbindung der Bevölkerung, um die verantwortungsvolle Nutzung geothermischer Ressourcen ganzheitlich zu gewährleisten.

Baubeginn Geothermie


Fernwärmenetz: Hotels und öffentliche Gebäuden sollen mittels Nutzung von Thermal-Abwasser und Einsatz von Wärmepumpen geheizt werden 

Energiewende: Reduzierung der Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen und Förderung einer Gemeinschaft, die auf erneuerbaren Energien basiert. 

Finanzielle Unterstützung: im Rahmen des EU-Wiederaufbauplans „Next Generation EU“

Zusammenarbeit mit der Gesellschaft: Einbindung öffentlicher und privater Akteure. 


Tiefstes Thermalbecken der Welt

Die Teilnehmer besuchten außerdem das Hotel Millepini Y-40 mit dem tiefsten Thermalbecken der Welt (42 Meter). Der Besuch verdeutlichte innovative Nutzungsmöglichkeiten von Thermalwasser für Freizeit, Training und Wellness. Dieses Projekt zeigt, wie sich der traditionelle Kuraufenthalt weiterentwickeln kann, um modernen Ansprüchen gerecht zu werden.

 Tiefstes Thermalbecken der Welt

Abschließend reflektierten die Partner die gewonnenen Erkenntnisse und tauschten sich über Strategien für nachhaltigen Thermaltourismus und Geothermie aus. Beiträge von Stakeholdern aus Georgien, Deutschland und Katalonien boten Einblicke in das Management von verschiedenen Thermalstandorten. Wertvolle Diskussionen und Beiträge stärkten den grenzüberschreitenden Wissenstransfer, eine wichtige Säule des GreenSPAS-Projekts. 

Die Study-Visit hat wertvolle Erkenntnisse und Best Practice Beispiele für die Weiterentwicklung des Badener Kurbezirks gebracht. Auch wenn die Rahmenbedingungen unterschiedlich sind, können in Montegrotto präsentierte Umsetzungsmaßnahmen in die künftigen Planungen des Kurbezirks einbezogen werden. 


Auskünfte und Informationen:

Abteilung Energie und Klima der Stadtgemeinde Baden

Tel.:+43-2252-86800-233

E-Mail: energie-klima@stadtgemeinde-baden.at

www.interregeurope.eu/greenspas

04.11.2025